Montag, 12. Februar 2018

Kaiserschmarrndrama






  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.02.2018
  • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 9783423261920
  • Flexibler Einband 304 Seiten
  • Genre: Krimi
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Vorab Hinweis: Zwar wurde mir vom Verlag ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt,  dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine nachfolgende Meinung!



Niederpornokaltenkirchen, oder was?

Denkt der Eberhofer, als sich die im Wald gefundene nackte Tote als Betreiberin eine Stripshow im Internet rausstellt. Dabei ist Mona die Schwester des Pfarrers (!) aus dem Nachbarort und Simmerls Untermieterin. Das Mädchen wirkte so nett und harmlos! Der Fall wird noch delikater als sich herausstellt, dass auch der Flötzinger, der Simmerl und selbst Leopold, die verklemmte Schleimsau, zu Monas Kunden gehörten – jetzt sind sie alle verdächtig.
Doch dann wird eine zweite Tote im Wald gefunden – geht in Niederkaltenkirchen etwa ein Serienmörder um?!

Nachdem Rita Falk den letzten Band „Weisswurstconnection“ mit einem fiesen Cliffhanger beendet hatte war ich ziemlich froh, dass es nun endlich weitergeht und der Franz den Unfall fast verletzungsfrei überstanden hat. Ganz im Gegenteil zum Birkenberger, seinem Beifahrer. Der liegt nun schon seit 10 Wochen komplett eingegipst im Krankenhaus und bringt das Pflegepersonal an seine Leistungs- und den Franz an seine Leidensgrenze. Der Rudi jammert und nervt, das Weichei!
Auch der Bürgermeister scheint sich zu langweilen. Er taucht zu den ungünstigsten Momenten in Franz Büro auf und macht dumme Bemerkungen.
Und zu Hause gibt’s ebenfalls immer wieder Ärger: „Bier und Fußball, das ist dein Leben. Und dein dämlicher Saustall vielleicht noch.“ (S. 49) wirft ihm die Susi vor, weil er sie nicht beim Bau des Doppelhauses mit dem Leopold unterstützt. Aber Franz will ums Verrecken keine Gemeinschaftssauna mit der Schleimsau und auch die Feng-Shui Expertin, welche die Panida anbringt, ist ihm mehr als suspekt.

Rita Falks Krimis menscheln einfach. Ich hab das Gefühl, in Niederkaltenkirchen zu wohnen und alle schon ewig zu kennen. Die Mosshammerin weiß immer als Erste Bescheid, der Wolfi zapft das beste Bier, beim Simmerl gibt’s die beste Brotzeit und die Oma kocht nicht nur göttlich sondern weiß außerdem, wie man sichdie  günstigsten Schnäppchen erkämpft. Alle scheinen einen Plan zu haben, echte Ziele, nur der Franzl, der würde am liebsten einfach so weitermachen wie bisher.

Auch das „Kaiserschmarrndrama“ ist wieder saukomisch, sehr spannend, viel zu schnell ausgelesen und geht ans Herz, denn Franz erleidet einen schweren Verlust (ich verrate natürlich nicht, wer stirbt).

PS: Wenn ihr wissen wollt, was Franz und Rudi im Partnerlook im Bett so treiben, dann müsst ihr das Buch lesen ;-).