Freitag, 18. August 2017

Butterbrot und Liebe

Liebe geht durch den Magen


von Susanne Friedrich


Taschenbuch: 296 Seiten
Verlag: tredition (Juli 2017)
ISBN: 9783743941885
Genre: Liebesgeschichte/ Roman

Zum Buch








Hannah ist eine knallharte und erfolgreiche Geschäftsfrau, die viel von ihren Mitarbeitern erwartet und nicht umsonst von denen, die sie nicht so gut kennen, als Eiskönigin bezeichnet wird. Als ein neuer Lieferservice sie und ihre Mitarbeiter mit Köstlichkeiten, besser gesagt mit Butterbrot und Liebe versorgt, trifft sie auf Christoph. Dieser ist offen, charmant und direkt und lässt sich nicht so schnell verschrecken.

Als Hannah die kurze Affäre zwischen den beiden kurzerhand beendet, lässt Christoph sich allerdings nicht so leicht abservieren. Zwar bedrängt er Hannah nicht, doch er sagt ihr auch ganz klar, was er für sie empfindet. Seine Mutter Ulli, sein bester Freund Attila und selbst Hannahs Vater stehen ihm mit Rat und Tat zu Seite, um doch noch Hannah Abwehr zu überwinden...

Ich muss gestehen, dass das Buch schon einige Zeit bei mir herumlag, ehe ich endlich mit dem Lesen begonnen habe. Der Klappentext hatte mich zwar angesprochen, doch der Titel und das Cover eher weniger, auch wenn beides sehr gut zum Inhalt passt, wie ich nun weiß. Zwar bin ich überzeugt, dass für mich das Cover auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird, doch es hat sich mal wieder gezeigt, dass man auch bei einem Buch nicht nur auf das Äußere achten sollte. Einmal begonnen, hatte ich das Buch in Windeseile beendet. Es hält eindeutig mehr, als es verspricht.

Die Liebesgeschichte wirkt authentisch und die Protagonisten schwören sich nicht schon nach wenigen Treffen ewige Liebe. Auch die Konstellation, erfolgreiche Geschäftsfrau und nicht minder erfolgreicher Gastronom, hat mich überzeugt. Beide Charaktere sind liebevoll entworfen und auch wenn Hannah es zunächst nicht wahrhaben will, harmonieren sie wunderbar, trotz, oder gerade wegen all ihrer Unterschiede. Lustigerweise waren mir beide beim ersten Auftreten gar nicht so sympathisch. Wie Hannah zu Beginn mit ihrem Mitarbeiter umgeht, geht gar nicht, und bei Christoph dachte ich nur, dass man als Geschäftsmann einfach anders auftreten sollte, weniger wie der sehr direkte Kumpel vom letzten Kneipenbesuch, insbesondere wenn man sich noch nie begegnet ist. Trotzdem erkennen beide im Gegenüber etwas, was sie beinahe magisch anzieht.

Doch nicht nur Hannah und Christoph sind gelungen, auch die übrigen Charaktere mochte ich. Sei es Christophs Freund Attila, seine unkonventionelle Mutter Ulli oder auch Hannahs Mitarbeiter Niklas, in dem sehr viel mehr steckt, als ich ihm zunächst zugetraut hätte, ihr Vater oder auch Yves, der zwar nur eine kleine Rolle spielt, in dessen Küche ich aber auch liebend gerne einmal Platz nehmen würde.

Apropos Küche: jedem potentiellen Leser sei geraten das Buch nicht hungrig in die Hand zu nehmen, denn es wird wirklich viel und offenbar sehr gut gegessen und alleine die Beschreibungen klingen zum Teil himmlisch.

Mein Fazit: Susanne Friedrich hat einen wunderbar warmherzigen Roman geschrieben, in dem sehr viel Liebe steckt, und der mir nicht nur Appetit auf eines von Christophs Broten gemacht hat, sondern auch auf weitere Bücher dieser Autorin. Eine schöne Lektüre fürs Herz, die vielleicht nicht perfekt ist, aber in jedem Fall Spaß macht.