Freitag, 14. Juli 2017

Sparkle and fade

Sehr gute Idee, für mich leider nicht ganz überzeugend umgesetzt



 
von Amelia Gates



Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Independently published (März 2017)
ISBN: 9781520961736
Genre: Liebesgeschichte

Zum Buch








Rockstar Elias ist erfolgreich, sieht blendend aus und verbringt sein Leben in Saus und Braus. Immer öfter jedoch bekommt er wahnsinnig heftige Kopfschmerzanfälle. Die Diagnose seiner Ärztin Doktor Estelle Pankette ist niederschmetternd: Elias hat einen Gehirntumor.

„Sparkle and fade“ ist zwar eine Rockstargeschichte, die durchaus einige Klischees erfüllt, aber ansonsten völlig ungewöhnlich ist. Ungewöhnlich in der Liebesgeschichte, und vor allem ungewöhnlich in der Herangehensweise an das Thema Krebs. Zwar ist es die ganze Zeit präsent, aber es erdrückt den Leser nicht. Trotz allem bewahrt sich das Buch eine gewisse Leichtigkeit. Das Ende ist ebenso anders als vermutet, für mich allerdings zumindest bezüglich Estelles Reaktion nicht ganz nachvollziehbar. Leider kann ich es nicht konkret benennen ohne hier zu spoilern.

Erzählt wird das Buch größtenteils in Rückblenden aus Elias Sicht neben ihm und Estelle gibt es nur eine geringe Anzahl an Randfiguren. Elias ist zunächst einmal ein typischer Rockstar. Er nutzt seinen Erfolg, um eine scheinbar endlose Party mit Drogen, Alkohol und diversen Frauen zu feiern. Trotzdem schwingen von Beginn an auch andere Töne bei ihm mit. Seine Erkrankung verändert ihn, aber nicht extremem Maße. Nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“ findet er in Estelle eine Partnerin, die mit ihm auf Augenhöhe ist und die trotz aller Hin- und Hergerissenheit zwischen ihrem ärztlichen Forschergeist und den Gefühlen, die sie nach und nach für Elias entwickelt, immer wieder klare Ansagen macht und nicht nur den Star anhimmelt.

Ihre Liebesgeschichte birgt dennoch ein paar Kritikpunkte für mich. Die Sexszenen und die zum Teil sehr derbe Ausdrucksweise, vor allem von Seiten Elias, haben mich immer wieder gestört und regelmäßig aus dem Lesefluss gebracht. Eigentlich habe ich nichts gegen einige Sexszenen und die Sprache mag an sich auch zum Klischee eines Rockstars passen, doch für mich war es einfach zu viel des Guten.

Zudem muss ich sagen, dass ich zu beiden Protagonisten nicht wirklich einen Zugang gefunden habe. Sie waren mir zwar bis zu einem gewissen Punkt sympathisch und ihre Geschichte konnte mich durchaus berühren, doch so richtig ist der Funke nicht übergesprungen

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich etwas anderes erwartet habe, denn auch wenn das Thema schon im Klappentext deutlich gemacht wird, so wird das Buch dennoch als humorvolle Liebesgeschichte mit Tiefgang bezeichnet. Darunter hatte ich mir etwas anderes vorgestellt.

Mein Fazit: „Sparkle and fade“ lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Zum einen gefällt mir die Grundidee und die Herangehensweise an solch eine Thematik gut, die Umsetzung ist für mich aus den genannten Gründen jedoch nicht immer ganz gelungen. Dennoch ließ sich das Buch gut lesen und ich bin überzeugt, dass viele Leser von Elias und Estelles Geschichte berührt sein werden.