Montag, 13. Februar 2017

Sternenfunken

Etwas schwächer als der erste Band


von Nora Roberts


Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN-13: 9783734103407
Genre: Liebesroman

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 Aus den sechs Wächtern, die das Schicksal zusammengeführt hat, ist eine eingeschworene Gemeinschaft geworden. Nachdem sie den ersten Stern gefunden und sicher versteckt haben, geht die Suche nach dem Wasserstern nun auf der traumhaften Insel Capri weiter. Es gestaltet sich äußerst schwierig genaue Hinweise auf den Stern zu bekommen und die Zeit wird immer knapper – vor allem für Annika, deren Aufenthalt an Land begrenzt ist. Immerhin kommt sie während ihrer Nachforschungen endlich Sawyer näher und kann zumindest für den Moment alle Zweifel und Hindernisse vergessen.
Zudem besteht die Hoffnung, dass sie mit ihrer besonderen Verbindung zum Wasser den Stern aufspüren kann und die sechs so ihrem Ziel wieder ein Stückchen näher sind.

Während die Auserwählten mit unverminderter Kraft weiter nach dem Stern suchen, versucht Nerezza sich von ihrer Niederlage auf Korfu zu erholen und bringt einen weiteren gefährlichen Gegner ins Spiel. Bald stehen Annika, Sawyer und ihre Gefährten nicht nur der dunklen Göttin gegenüber sondern auch sehr irdischen Bedrohungen…

Nachdem mir der erste Band der Sternen-Trilogie gut gefallen hat, war klar, dass ich auch den zweiten Teil lesen muss. Während im vorherigen Band Sasha und Bran im Zentrum des Geschehens waren, liegt nun der Fokus neben der Sternsuche auf Annika und dem geheimnisvollen Sawyer. Auch wenn völlig absehbar ist, dass sich die beiden näherkommen werden, so macht es dennoch Spaß sie dabei zu beobachten. Vor allem Annikas unnachahmliche Art hat mir sehr gefallen und sie ist eine tolle Protagonistin: lebensfroh, neugierig, offen und einfach liebenswert. Da stört es mich auch nicht, dass sie zudem umwerfend aussieht und offenbar in nahezu jeder Lebenslage eine beinahe perfekte Körperbeherrschung hat. Sei es das Schwimmen, Tanzen, Akrobatik, Nahkampf… - nichts scheint ihr schwer zu fallen. Manch einem Leser mag das zu dick aufgetragen erscheinen und ich selbst ziehe es auch vor, wenn die Charaktere weniger perfekt sind, doch Annika hat mich trotzdem völlig für sie eingenommen.

Weniger gelungen finde ich die Tatsache, dass die sechs alle Gefahren aus meiner Sicht zu leicht vorhersehen und sehr schnell überwinden. Trotz der schon auf dem Klappentext genannten Gefangennahme wird so leider nicht allzu viel Spannung erzeugt. Für mich lebte der Roman vor allem durch seine Charaktere, die Handlung gab nicht ganz so viel her.

Da ist es vor allem auch dem gewohnt flüssigen Schreibstil zu verdanken, dass ich trotz der fehlenden Spannungsmomente beinahe durch die Seiten geflogen bin.

Mein Fazit: Auch wenn mich der zweite Band der Sternen-Trilogie nicht ganz so überzeugen konnte wie der erste, so hat mir das Lesen dennoch Spaß gemacht. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und durch den gekonnten Stil wurde es zu keiner Zeit langweilig. Ganz sicher werde ich auch noch den Abschlussband lesen. Trotz kleiner Schwächen auf jeden Fall eine schöne Trilogie für alle, die romantische Geschichten mit einer Prise Action und einer Portion Magie mögen.