Montag, 27. Februar 2017

House of Ghosts das verflixte Vermächtnis

von Frank M. Reifenberg



  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Ars Edition (16. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3845817127
  • ISBN-13: 978-3845817125
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Genre: Kinderbuch


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Die Familie von Melli zieht von New York nach Deutschland in das kleine Dorf Kohlfinken. Dort haben sie eine alte Villa geerbt, die auf den ersten Blick keinen besonders stabilen Eindruck hinterlässt. Doch irgendetwas stimmt nicht in den alten Gemäuern. So schleicht sie durch die Gänge und erlebt mit Hotte dem Nachbarsjungen, der Geisterjäger sein möchte, einige Abenteuer.

Das Cover ist schon einfach super und zeigt Melli, Hotte und Roddie in einer Bibliothek. Die Stimmung kommt hier schon gut herüber.
Da wir letztes Jahr Mister Lugosi von Frank M. Reifenberg gelesen haben und mir dieses Buch schon so super gefallen hat, musste ich bei der Leserunde mein Glück versuchen und habe ein Exemplar gewonnen.
Die Geschichte selbst besticht durch etwas Grusel, der gepaart mit vielen witzigen Stellen doch nicht zu hoch angesetzt ist. Es beginnt etwas gemächlicher, klar man muss ja auch erst die Familie Bower kennenlernen.
Hier kommt eine überaus sympathische und gut gewählte Familienbande daher.
Die Mutter gibt sich sehr viel Mühe, den Umzug von der positiven Seite darzustellen und ist halt, wie Mamas so sind. Besorgt, bemutternd und einfühlsam.
Der Papa ist der ruhigere Part und manchmal versteht man nur die Hälfte der Sätze, weil er dann das gnarzen anfängt.
Der Bruder hat wie auch der Papa eine kleinere Rolle.
Die Hauptrollen liegen natürlich bei Melli und Hotte, die perfekt miteinander harmonieren. Melli, die sehr mutig zu sein scheint und versucht alles zu geben und Hotte, der ihr tatkräftig mit seinem Wissen nachhilft und zur Seite steht. Ist er doch völlig angetan von Geistern.
In dieser Erzählung ist es Aurora, die unbedingt zur Ruhe kommen möchte und dann gibt es noch die zwei Geister, die Melli als Pförtnerin einweisen.
Zu guter Letzt kommt natürlich auch noch ein Bösewicht daher, der die ein oder andere gruselige Stelle im Buch verantwortet.

Der Schreibstil war flüssig und detailliert. Die Örtlichkeiten konnte man sich problemlos vorstellen. Manch einem war es etwas zu ausufernd, doch das fand ich nicht. Gerade im ersten Band einer Geschichte dauert es etwas, bis alle Charaktere ihren Platz gefunden haben und die Geschichte so richtig anläuft.
Die Schriftgröße ist schon klein, aber die Erzählung sollte das wett machen und ich würde die Leseempfehlung ab 8 Jahren ansetzten. Bei manchen Kindern vielleicht noch mit Vorlesen, bei Anderen schon zum selbst Lesen.

Ich fand die Geschichte klasse, der Gruselfaktor war nicht zu hoch angesetzt, aber die Spannung war neben den lustigen Stellen immer wieder gegeben. Uns hat das Buch sehr gut gefallen und wir sind gespannt auf Band 2.