Freitag, 20. Januar 2017

Neuntöter










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Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (29. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453438043
ISBN-13: 978-3453438040
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 4 x 20,9 cm



Berlin, Potsdamer Platz.
Drei Leichen, vollkommen mit Panzertape umwickelt und in einem Baugerüst aufgehängt, das nach Außen wie ein normales Haus erscheint. Alle drei "schauen" in die gleiche Richtung - auf das belebte Stadtzentrum Berlins. Täglich laufen mehrere Hundert Menschen an ihnen vorbei - doch keiner sieht sie. 

Emma Carrow, Profiler beim LKA, weiß sofort, dass dieser Fall für ihre Karriere enorm wichtig ist. 
Doch ihre eigenen Probleme helfen ihr nicht gerade dabei, sich richtig auf den Fall zu konzentrieren.
Sie ist paranoid, hat Angst sich ihrer Vergangenheit zu stellen und Angst vor der Zukunft, ihre soziale Kompetenz ist mehr als dürftig - privat genauso wie beruflich. 
Emma bewegt sich immer und überall in der Grauzone zwischen legal und illegal, zwischen normal erscheinend und völlig abgedreht sein. Ihre psychische Verfassung wird im Laufe des Buches zunehmend labiler - bis sie selbst nicht mehr weiß, was gut ist. Gut für sich selbst und auch gut im rechtlichen Sinne. 

Der eigentliche Mordfall scheint Seite um Seite hinter den persönlichen Probleme von Emma zu verschwinden, einfach nicht mehr wichtig zu sein - aber es scheint nur so.
Die Grenze zwischen der Ermittlung und Emmas privaten Problemen vermischen sich immer mehr -
kann Emma sie am Ende noch trennen?

Mein Fazit:
Astrid Ule und Eric Hansen, ein Autorenduo aus Berlin, haben mit dem "Neuntöter" einen düsteren und ziemlich eigensinnigen Thriller rausgebracht, der mich leider nicht vollkommen überzeugen konnte. 
Der Charakter der Protagonistin ist einzigartig - und für meinen Geschmack leider auch etwas zu arg.
Die Geschichte war gut, interessant und an manchen Stellen durchaus auch mit Spannung verbunden - jedoch nicht genug um mich völlig an das Buch zu fesseln. 
Ich persönlich konnte mich mit dem Schreibstil nicht gänzlich anfreunden. Entweder es sind lange, sehr verschachtelte Sätze, in denen zu viel Stränge/Gedanken gleichzeitig beschrieben werden oder aber sehr einsilbige.

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen und bekommt von mir daher 2 Sterne.


Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House für das Rezensionexemplar