Montag, 5. Dezember 2016

Patno heute lyrisch

Das Leben lieben
K
Man muss das Leben nur so feiern, 
als wäre es ein großes Fest.
Wie wenn man sich von Frauen, Freiern 
tagtäglich neu beglücken lässt.

Man soll sein Leben niemals suchen, 
denn es ist immer für uns da. 
Man sollte nicht immer das verfluchen, 
was nicht sofort zur Stelle war.

Man darf vor Freuden tanzen, singen,
als wär der Tanz der erste gar.
Die Geige wird so fröhlich klingen,
auch wenn's vielleicht der letzte war.

Hans-Walter Voigt 
("Die Ameise wollte mich treffen")




Wie findet Ihr dieses Gedicht? 

Dahinter verbirgt sich eine kleine Geschichte, die das Leben schrieb. 

Eine zufällige Begegnung?

Walter würde jetzt sagen:
Es gibt keine Zufälle! 

Auf der Frankfurter Buchmesse sind wir einander begegnet.
Uns war das Bargeld ausgegangen und so reihten wir uns brav in die lange Schlange vor dem EC-Automaten ein. 
Wir kamen einfach so ins Gespräch. Walter erzählte mir, dass er Gedichte schreibt, sehr gern fotografiert und gerade an einem Roman arbeitet. Es war für mich so spannend ihm zuzuhören. 
Leider war die Zeit für ein längeres Gespräch zu knapp. Wir tauschten Telefonnummern und seither sind wir in Kontakt. 

Wenige Wochen nach unserem Kennenlernen hielt ich dieses bemerkenswerte Buch voller lyrischer Gedanken über das Leben in den Händen. 

Die Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig.

Ein schlichter Einband mit einem Zigarre rauchenden Autor auf der Rückseite gibt dem Gedichtband eine besondere Note:


"Die schönste Leidenschaft 
ist stets nur die, 
die wenig Leiden schafft."

Walters wunderschöne Bilder zieren die Hintergründe der Buchseiten. Seine Gedichte sind besonders. Hier einige Impressionen...




Wenn Ihr also ein außergewöhnliches Buch für Euch selbst oder Eure Liebsten zum Weihnachtsfest sucht, solltet Ihr unbedingt einen Blick in "Die Ameise wollte mich treffen" werfen.