Samstag, 16. Juli 2016

Interview mit J. K. Wildling


Nachdem Jashrin über eine Leserunde bei Lovelybooks in Kontakt mit J.K. Wildling gekommen ist, habt ihr nun auch die Möglichkeit sie ein bisschen kennenzulernen.

Welches Buch ist Dein Erstlingswerk?
Nuancen. Es ist erst als drittes Buch erschienen, wurde jedoch schon viel früher geschrieben.

Wie viele Bücher hast Du bisher veröffentlicht?
5

In welchen Genres schreibst Du überwiegend und findest Du es manchmal schwierig klare Abgrenzungen zu machen?
Liebe, Fantasy und Mystery mag ich am liebsten. Eine klare Linie zu ziehen, ist für mich nicht möglich. Manchmal schummeln sich in eine Geschichte sogar ungewollt Horror-Elemente ein (lach).

Wie viele Entwürfe liegen bei dir zuhause herum?
Hm, schwierige Frage. Ganze Rohfassungen meistens 1-2, Textschnipsel und einzelne Szenen eher 100. Ich schreibe all meine Ideen, Beobachtungen und spontanen Eingebungen immer sofort auf. Egal wo ich bin – in der U-Bahn, bei Freunden oder zu Hause. Dafür habe ich mehrere kleine Büchlein (im Wohnzimmer, in der Handtasche, …), deren Inhalt ich bei Gelegenheit stets in Word abtippe.

Gibt es etwas, dass Dich beim Schreiben sehr stört oder im Gegenteil eher beflügelt?
Als störend empfinde ich jede Art von Lärm. Sobald die Konzentration beeinträchtigt wird, mache ich unglaublich viele Fehler – nicht nur wenn es ums Tippen geht, sondern auch Logikfehler, die ich an einem ruhigen Tag nicht machen würde.
Der Duft von Räucherstäbchen hat eine anregende Wirkung auf mich. Sollte ich in einer Geschichte die Orientierung verlieren, bringt mich eine Patchouli-Wolke wieder auf den richtigen Weg.

Und natürlich gleich die Standardfragen:
Wie bist Du zum Schreiben gekommen?
Als Kind habe ich mir die Geschichten nur ausgedacht und erzählt, was bei den Erwachsenen natürlich nicht so gut ankam. Es hieß des Öfteren, ich solle mich lieber auf die Schule konzentrieren, nicht so viel Tagträumen. Später habe ich meine Ideen in Hefte eingeschrieben und als ich mir meinen ersten Computer kaufte, tippte ich meine Geschichten ab. Als die Schulzeit vorbei war, habe ich für den Lebensunterhalt einen ganz normalen Brot-Job erlernt und das Schreiben weiterhin als Hobby betrieben. Bis ich für einen längeren Zeitraum krankheitsbedingt zu Hause war, da hatte ich dann endlich die nötige Zeit, meine Bücher fertig zu stellen.

Woher nimmst Du die Ideen für das Buch/die Bücher?
Der Ur-Funke entsteht bei mir meistens nachts. Ich bin mit sehr lebhaften Träumen gesegnet! Wenn der Kern der Geschichte aufregend/ungewöhnlich/spannend/wow! ist, dann schreibe ich das Grundkonstrukt auf und halte verstärkt die Augen nach Anregungen offen. Hin und wieder sehe ich im Alltag Menschen, bei deren Anblick ich mir denke: Das wäre ein super Schurke/ eine tolle beste Freundin/ ein perfekter Erbsenzähler. Manchmal reicht eine einzelne Szene, die ich in der U-Bahn beobachte, um ein ganzes Kapitel entstehen zu lassen.

An welchem Projekt/Buch arbeitest Du aktuell?
Mia, Monster & Eve – eine Mytery-Shortstory und
Real-life-in-film – mein erstes Sci-Fi angehauchtes Projekt

Wer bekommt deine Bücher zuerst zu lesen?
Meine Testleser, aber die wechseln häufig. Danach meine Mama, die mir manchmal Fehler aufzeigt, die alle anderen überlesen haben.

Hast Du eigene Tiere? Wenn ja, welche?
Einen 4-jährigen Mini-Shetty-Wallach, der in einem Offenstall mit großen Pferden in einer Herde lebt. Er ist sehr temperamentvoll und treibt mich häufig an meine Grenzen. 😊

Was würdest Du machen, wenn Du 1 Mio € auf dem Konto hättest? Würdest Du Dein Leben ändern?
Von Grund auf. Ich würde zuerst von der Bahn wegziehen, dann kann ich im Sommer mit geöffnetem Fenster schlafen. Meiner Mama würde ich einen Wintergarten bauen lassen und meinem Lebensgefährten einen perfekt restaurierten OSI (Auto) kaufen. Also Herzenswünsche erfüllen.

Wie würden Dich Deine Freunde beschreiben?
Im Grunde ganz lieb und ein bisschen verrückt.

Wie würden Dich Deine Feinde beschreiben?
Habe ich welche?

Trinkst Du lieber Kaffee oder Tee?
Auf jeden Fall Tee. In meinem Garten wachsen alleine 7 Sorten Minze. Melisse, Lavendel, Salbei, … Ich stelle meine Mischungen selber her und braue auch Tinkturen (zur Wundbehandlung).

Da wir ein Buchblog sind, interessieren uns natürlich auch Deine Lesegewohnheiten!
Erinnerst Du Dich an Dein erstes selbst gelesenes Buch? Wenn ja, welches Buch war es?
Der Zauberbaum. Ein Kinder/Jugendbuch. Zuvor habe ich Unmengen an Comics verschlungen. Hauptsächlich Marvel. Die haben mich sehr geprägt, was meine Fantasie betrifft.

Welches Buch hast Du als letztes gelesen und welches Buch liest Du aktuell?
Peter v. Brett – „Die Flammen der Dämmerung“ war mein letztes. Im Moment lese ich „Das Flüstern der Nacht“. Sobald ein neues Buch von diesem Autor erscheint, kaufe ich es. Manchmal lese ich nicht mal vorher den Klappentext, weil ich weiß, dass es gut ist.

Welches Buch hat Dich bisher am meisten beeindruckt oder beeinflusst und warum?
Stephen King, der dunkle Turm. 7 Bände voller Energie, ungeheuerlicher Ereignisse und einer Sichtweise auf die Menschlichkeit, die ich nie zuvor so erlebt habe. King hat ein klein wenig vom Herrn der Ringe und vom Zauberer von Oz geklaut, aber ansonsten würde ich sagen: zweifelsohne 5 Sterne.

Verrätst Du uns Dein Lebensmotto?
Ich nehme die Dinge, wie sie kommen.

Und zum Abschluss:
Gibt es eine Figur aus Deinem Buch oder einem geplanten Projekt, mit der Du Dich liebend gerne mal auf einen Kaffee zusammensetzen würdest?
Ja, Mia (Mia, Monster & Eve). Sie ist die beste Freundin, die man sich wünschen kann. Klug, lustig, loyal und unglaublich lieb. Mit ihr einen Nachmittag zu verbringen, wäre sicher großartig.

Und hier kannst Du Dich nochmal frei entfalten, wenn Du magst ;-)
Eine kurze Erklärung für all jene Leser, die sich das auch schon gefragt haben.
Wie kommt man bloß auf J.K. Wildling? Eine häufig gestellte Frage, die ich stets mit einem Augenzwinkern beantworte:
Es ist eine Aneinanderreihung meiner Namen. Initiale Vorname - J, Nachname - K, der Mädchenname meiner Mutter lautet Wildling.
Voilá ... und schon entsteht ein echt schräges Pseudonym!

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses Interview.

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