Montag, 4. Juli 2016

Dein letzter Tag

von A.J. Rich




  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Juni 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734102677
  • ISBN-13: 978-3734102677



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Morgan kommt nach Hause und merkt sofort, dass etwas nicht stimmt. Im Flur sind blutige Abdrücke und als sie im Schlafzimmer ihren Verlobten vorfindet ist klar, dass er ein Opfer der Hunde geworden ist. Aber wie kann das sein, sie waren nie bösartig? Nach und nach deckt sie immer mehr über ihn auf, denn er scheint gar nicht die Person gewesen zu sein, die er vorgab.

Meine Meinung:

Es geht gleich im ersten Kapitel zur Sache, was mir immer gefällt, doch tröpfelt es im Anschluss erst etwas dahin. Als Morgan aus der Psychiatrie entlassen wird und die Nachforschungen über Bennett betreibt kommt langsam wieder Fahrt auf. Zum Ende hin konnte ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen.

Morgan ist das perfekte Opfer, wie man im Laufe des Buches herausfindet. Sie ist hilfsbereit, glaubt immer an das Gute im Menschen, was ihr auch zum Verhängnis wird. Sie liebt ihre Hunde über alles und dies wird einem auch immer wieder klar. Dass es Verhandlungen für Tiere gibt, wusste ich bisher nicht.
Man konnte die ganze Zeit mit fiebern, mitfühlen und ihre Gefühle von Wut über Trauer und Enttäuschung total verstehen.
Bennett ist ein Meister der Beeinflussung und kann Leute sehr gut lenken. Als dann im Laufe des Buches heraus kam, das er mehrere Verlobte am Start hatte, fragte man sich schon, wie perfekt er dies abgestimmt haben muss, wenn es keiner der Frauen aufgefallen ist.

Auch die anderen Charaktere waren detailliert beschrieben. Ich habe zwar schon sehr frühzeitig geahnt, wer der Täter war, doch dies tat der Geschichte keinen Abbruch. So konnte man wunderbar mit ermitteln bzw. kleinere Aussprüche oder Taten ganz anders interpretieren, wie wenn man es nicht geahnt hätte.

Der Schreibstil war flüssig, die Absätze von der Länge ideal und man war immer gespannt, wie es weitergeht. Gerade im letzten Drittel wurde die Spannungsschraube nochmals deutlich hoch gedreht.

Ein Manko war für mich die vielen psychologischen Fakten, die zwar einerseits interessant waren, mich aber andererseits nicht so in den Bann zogen und somit den Lesefluss etwas gestört haben.

Die Autoren haben eine verzwickte und gut konstruierte Geschichte geschrieben, die einen zum Miträtseln einlädt und einen ein ums andere Mal sprachlos zurücklässt. Ein Thriller bei dem die Gänsehaut über die Arme kriecht.