Sonntag, 26. Juni 2016

Milchweißes Wunder






  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.09.2015
  • Verlag : Emons Verlag
  • ISBN: 9783954516926
  • Flexibler Einband 176 Seiten
  • Genre: Krimi 
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Am Dresdner Elbstrand wird eine tote junge Frau aus dem Wasser gefischt, nur irgendwie sieht sie nicht so aus, als wäre sie ertrunken ...
Die Identität der Toten können Kriminalhauptkommissar Humboldt und sein Team schnell ermitteln, aber ausgerechnet die Journalistin Christin Weißenburg liefert Fakten und Hintergrundinformationen: Maria (die Tote) war ein Partygirl, nicht sonderlich beliebt und wurde in letzter Zeit nicht gesehen. Hat ihr Verschwinden denn niemanden interessiert?
Kurze Zeit später werden 2 ausländische Studentinnen vermisst gemeldet. Angeblich haben sie die gerade beendeten Semesterferien bei ihren Familien verbracht, aber die wissen nichts davon.
Alle Spuren führen in Richtung zweier suspekter Ärzte, aber hängen die wirklich mit drin?

Christin und Humboldt kennen sich noch aus der Zeit, als sie bei der Klatschpresse gearbeitet und etwas gegen ihn in der Hand hatte – damals hat man sich arrangiert, trotzdem blieb das Verhältnis angespannt. Dabei eint sie die Liebe zur Heimat und vor allem zum Bergsteigen. Das Wechselspiel zwischen ihnen ist sehr unterhaltsam, das Knistern belebt die Handlung.
Auch innerhalb von Humboldts Team gibt es Grabenkämpfe, kann doch (nur) einer seiner Mitarbeiter befördert werden.
Generell erfährt man sehr viel über die Protagonisten, ihre Hinter- und Beweggründe. Trotzdem fehlte mir irgendetwas: sie haben sich gern gezofft und dabei gesächselt, aber es kamen keine dauerhaften Emotionen auf.
Das Buch ist wie ein Polizeiprotokoll aufgebaut. Die Geschichte war dadurch etwas holprig und konnte mich nicht durchweg fesseln. Dabei war der eigentliche Fall bis zuletzt spannend, sehr verzwickt und nichts für schwache Nerven.
Da er in meiner Heimatstadt Dresden spielt, bin ich natürlich etwas voreingenommen. Aber meine Stadt wird hier wirklich toll und anschaulich beschrieben. Man erkennt jede Ecke, jede Straße wieder.
Ich schließe das Buch also mit gemischten Gefühlen und vergebe 3 von 5 Punkten.