Dienstag, 14. Juni 2016

Interview mit Andreas Föhr

In dieser Woche stehen alle Zeichen auf spannende Unterhaltung!

Wir sind dabei, beim ersten Online-Krimifestival!

Im Rahmen dieser Veranstaltung stellen wir Euch vom 13.06. bis 19.06.2016 einige interessante Krimi bzw. Thrillerautoren vor.



Heute dürfen wir Euch den erfolgreichen Autor Andreas Föhr vorstellen.


Im Jahre 1958 wurde er in Kreuzthal im Allgäu geboren Nach dem Abitur studierte Andreas Föhr Rechtswissenschaften in München und arbeitete danach bei der Rundfunkaufsicht und als Anwalt.
1991 machte sich Andreas Föhr als Drehbuchautor, unter anderem auch für die Fernsehserien Die Rosenheim-Cops, Der Bulle von Tölz und dem Tatort selbständig. Daneben schreibt er alpenländische Heimatkriminalromane aus dem Tegernseer Raum.
Im Jahr 2009 startete Andreas Föhr mit Der Prinzessinnenmörder, für den er mit dem renommierten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde, eine Kriminalromanreihe um Kommissar Clemens Wallner und Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner. Die teilweise skurrilen Fälle werden von den Mitarbeitern der Kripo Miesbach vor der Kulisse des oberbayerischenVoralpenlands gelöst.
Andreas Föhr ist verheiratet und lebt im oberbayerischen Wasserburg am Inn östlich von München. (Quelle: Wikipedia)


Viele Fragen haben wir Andreas Föhr gestellt und hier könnt Ihr lesen, was er uns geantwortet hat.


Herr Föhr, welches Buch war Ihr Erstlingswerk?
Der Prinzessinnenmörder
 
Wie viele Bücher haben Sie bislang veröffentlicht?
Sieben

In welchem Genre schreiben Sie bevorzugt?
Krimi
 
Könnten Sie sich vorstellen, ein Buch in einem anderen Genre zu schreiben? Wenn ja, in welchem?
Ich arbeite an einer Katzen-Fantasy-Geschichte. Steht aber in den Sternen, wann die fertig wird.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Anfang der Neunzigerjahre fragte mich mein ehemaliger Schulfreund Thomas Letocha, ob ich nicht Lust hätte, zusammen mit ihm Drehbücher zu schreiben. Es war die goldene Zeit des deutschen Fernsehens. Die privaten Sender fingen damals an, eigene Serien zu produzieren, und die Nachfrage nach Drehbuchautoren war groß. So kamen wir bald gut ins Geschäft. Bei Drehbüchern reden leider jede Menge Leute mit – Produzent, Redakteur, Regisseur, manchmal sogar die Schauspieler. Irgendwann wollte ich eine Geschichte schreiben, bei der mir keiner reinredet. Das war dann „Der Prinzessinnenmörder“, mein erster Roman.

Woher nehmen Sie die Ideen für das Buch/die Bücher?
Ideen kann man nicht erzwingen. Sie kommen von selbst zu einem. Meistens unter der Dusche, beim Joggen oder im Auto. Man muss sie dann aber auch festhalten. Manchmal regt mich auch die Lektüre eines Buches oder Zeitschriftenartikels oder ein Detail in einem Film zu einer Geschichte an.
 
Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Buch?
Ca. ein Jahr.

Wer bekommt die Bücher zuerst zu lesen?
Meine Frau und meine Lektorin.

An welchem Projekt/Buch arbeiten Sie aktuell.
Am siebten Tegernseekrimi mit Wallner und Kreuthner.

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade ein Buch schreiben? ( Hobbies?)
Im Winter Skifahren, im Sommer laufen und schwimmen. Und natürlich lesen und viele Filme und Serien sehen.

Treiben Sie Sport, oder haben Sie vielleicht eine Sammelleidenschaft?
Ich bin Antisammler und achte darauf, dass sich in unserem Haus nicht allzu viel Krempel ansammelt. Ich sehe mir auch keine alten Fotos an. Und was ich mit anderen alten Dingen tun soll, die ich nie benutze, weiß ich nicht. Stattdessen habe ich immer ein bisschen Angst, zum Messi zu werden. Das geht schleichend. Da muss man auf der Hut sein. Sport – siehe oben.

In Ihrem ersten Berufsleben waren Sie Rechtsanwalt. Ist es richtig, dass Sie diesen Beruf für das Schreiben aufgegeben haben? War es ein schwerer Entschluss?
Ja. Ich habe zunächst in meiner Freizeit Drehbücher geschrieben, nach einem Jahr meinen Juristenjob gekündigt und ab da nur noch geschrieben. Es war kein schwerer Entschluss und ich hab´s nie bereut.
 
Bekommen Sie viel Fanpost und beantworten Sie diese?
Es ist einiges pro Woche und ich beantworte jede Zuschrift. Bislang geht das noch.

Haben Sie einen Lieblingsort und verraten Sie uns diesen auch?
Mein Lieblingsort ist zu Hause. Schöner geht´s nicht.


Da wir ein Buchblog sind, interessieren uns natürlich auch Ihre Lesegewohnheiten!
 
Erinnern Sie sich an Ihr erstes selbst gelesenes Buch? Wenn ja, welches Buch war es?
Ich glaube, es war Kater Mikesch.

Welches Buch haben Sie als letztes gelesen und welches Buch lesen Sie aktuell?
Das letzte Buch war „Der Goldene Handschuh“ von Heinz Strunk. Im Augenblick lese ich „Black Box“ von Michael Conelly.
 
Welches Buch hat Sie bisher am meisten beeindruckt oder beeinflusst und warum?
Am meisten beeindruckt hat mich „Der Zauberberg“, weil die Geschichteeinem durch ihren genialen Aufbau subkutan das immer schnellere Vergehen der Zeit vermittelt.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Neugierig bleiben.


Und zum Abschluss:

Welche Frage wollten Sie schon immer einmal gestellt bekommen?
„Sind die Verfilmungsrechte an ihren Büchern noch zu haben?“ (gestellt von Steven Spielberg)

Gibt es eine Figur aus Ihren Büchern, mit der Sie sich liebend gerne mal auf einen Kaffee zusammensetzen würden?
Kreuthner natürlich – auf ein Bier. Und Rachel Eisenberg auf einen Plausch unter Juristen.


Die Mädels vom Blog „nichtohnebuch“ bedanken sich bei Andreas Föhr für das interessante Interview. Wir lesen uns wieder!

PS: Liebe Leser, wer das neueste Werk "Eisenberg" von Andreas Föhr kennenlernen möchte, dem empfehlen wir seine Lesung in der in der Krimi- und Thrillerwoche am 16.06.2016 un 19.00 Uhr ...