Sonntag, 1. Mai 2016

Klausmüller - ein Esel sucht ein Pferd








  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.09.2014
  • Verlag : CreateSpace Independent Publishing Platform
  • ISBN: 9781502355089
  • Flexibler Einband 212 Seiten
  • Genre: Kinderbuch





Die 11 Jährige Klara hatte sich vor einigen Jahren nichts sehnlicher als ein Pferd gewünscht und bekam stattdessen einen kleinen Stoffesel. Zuerst ist sie enttäuscht und tauft ihn etwas trotzig Klausmüller nach der Herstellerfirma, deren Namen auf einem Zettelchen um seinen Hals hängt. Doch wird er dann ihr steter Begleiter, der immer ein offenes Ohr für sie hat. Auch als ihre Eltern plötzlich den lange versprochenen Mallorca Urlaub absagen, um stattdessen zu einer völlig fremden Großtante Agnes irgendwo in der Pampa zu fahren, um bei Arbeiten am Haus zu helfen! Da schimpft Klara aber ganz schön und Klausmüller hört geduldig zu!
Doch das Haus in der Pampa ist eher ein kleines Schloss mit Pferdeweide! Was für eine tolle Überraschung! Nur Tante Agnes und ihr Schoßhündchen Precious sind völlig unsympathisch! Nichts darf sie und an allem ist sie schuld! Und dann bleibt Klausmüller auch noch ein einer antiken Ritter Rüstung stecken! Als Klara ihn endlich befreit hat, ist er plötzlich lebendig, rotzfrech, irgendwie liebenswert, verfressen und ziemlich tollpatschig! Vorerst soll keiner hiervon wissen, nur Joey, der ca. 13 jährige Junge, der sich um Tante Agnes Pferde kümmert, läßt sich nicht täuschen! Zum Glück, denn als kurz darauf Klaras Lieblingspferd verschwunden ist, ermitteln die 3 gemeinsam!
Die Ermittlungen von Klara, Klausmüller und Joey sind nicht nur magisch, sondern auch witzig und spannend. Allerdings hatten wir schon ziemlich Mitleid mit Klara, um deren Belange sich ihre Eltern nicht so richtig zu kümmern scheinen. Aber nicht nur das Verschwinden des Jungpferdes wird von den Kindern und dem Eselchen geklärt, auch das Verhältnis zu ihren Eltern wird deutlich besser. Das hat uns gut gefallen, da schloß sich ein wenig der Kreis. Allerdings würde ich meiner Tante einen husten, würde sie so mit meinen Kinder umgehen!
Durch seine vorwitzige Art und seinen ständigen Kekshunger bringt Klausmüller immer wieder sich und die Kinder in haarsträubende Situationen. Leider haben wir keine Ritterrüstung zur Hand und können Klaras Trick nicht austesten, aber ich weiß auch nicht, ob ich wirklich einen solchen Kekskiller mit Scherbenpotenzial im Haus brauche! Die Freundschaft zwischen den Kindern und dem Plüschesel wurde aber schön beschrieben. Alle Rätsel gelöst und am Ende zu aller Zufriedenheit (bis auf die der Bösen) geklärt.
Mich störte etwas, daß die Eltern ständig an Klara herummeckerten und nie Zeit für sie zu haben schienen, als sie aber dann einmal einen Grund zum Ausflippen hatten, kam nichts. In der Leserunde schien sich aber außer mir niemand daran zu stören. Die Kinder haben es nicht bemerkt und lauschten nur dem spannenden „Krimi“-Finale.
Ein wirklich vielversprechendes Erstlingswerk von einer engagierten und sympathischen Autorin!
Eine Leseempfehlung mit guten 4 von 5 Sternen!