Sonntag, 8. Mai 2016

Auf der Suche nach Mia

Remember Mia

von Alexandra Burt



  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. April 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423261013
  • ISBN-13: 978-3423261012



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Estelle wacht im Krankenhaus auf, schwer verletzt und weiß zwar, daß sie eine Tochter hat, aber nicht wo diese ist. Sie selbst wurde 3 Stunden von ihrem Wohnort in einer Schlucht gefunden, doch an den Unfallhergang hat sie keine Erinnerung. Völlig verzweifelt versucht sie die Geschehnisse, die zum Verschwinden ihrer Tochter geführt haben in einer psychatrischen Klinik wieder herzustellen.
Wird sie ihre Erinnerungen und somit ihre Tochter wiederfinden?

Meinung:

Man überlegt von Anfang an, was passiert sein könnte oder ob Estelle überhaupt ein Kind hat, was sie sich eingebildet hat und was wahr ist. Somit war eine gewisse Spannung da, doch zum Einen hatte der Mittelteil für einen Thriller meiner Meinung  nach etwas zu wenig Thrill und auch das gesamte Buch hätte mit etwas mehr Spannung aufwarten können.
Es ist flüssig geschrieben, lässt sich schnell lesen und man ist gerade am Anfang oft verwirrt, weil man genau wie Estelle am Hin- und Herüberlegen ist, doch als einen Thriller würde ich es nicht ansehen.

Estelle ist die völlig überforderte Mutter, die sich leider keine Hilfe holt und einen Mann hat, der sie in keinster Weise unterstützt. Vielleicht wäre er anders, wenn sie mal miteinander geredet hätten. Am Anfang ist Estelle die Art von Mutter, die sich selbst schlecht macht, die sich immer wieder in Frage stellt und diese dadurch entstehende Angst und Depression an ihr Kind weitergibt. Somit wird die Lage nicht besser, sondern Mia wird für Estelle noch anstrengender und der Teufelskreis schließt sich.

Die Geschichte hinter dem Verschwinden von Mia ist gut gewählt und durchdacht und hat mir gut gefallen. Ich hatte zwar die richtigen Verdachtsmomente, aber wie es von statten gegangen ist, konnte ich mir nicht ausmalen.

Das Buch ist gut, hat eine interessante Geschichte und man überlegt oft, wie sie letztendlich in der Schlucht gelandet ist, aber für den meiner Meinung nach etwas fehlenden Spannungsbogen gibt es einen Stern Abzug. Wer einen Thriller der etwas harmloseren Art lesen möchte ist hier gut beraten.