Mittwoch, 6. April 2016

Lass mich nicht allein






  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2016
  • Verlag :
  • ISBN: B01CGEC35W
  • E-Buch Text 235 Seiten 
  • Genre: Thriller






Emma ist Anfang/Mitte 20 und fast alleine auf der Welt. Vor 3 Jahren brach ihre Welt zusammen, ihr Vater ein sehr erfolgreicher Anwalt, der vor allem strafrechtliche Mandate bearbeitet, übernimmt einen sehr prekären Fall und verschwindet von heute auf Morgen. Ihre manisch-depressive Mutter entwickelt Demenz und wird fortan von ihr alleine versorgt. Geldsorgen haben sie aufgrund des Erfolgs von Emmas Vater nicht. Die letzten Monate schritt die Demenz jedoch so stark voran, da die Mutter den Verlust des Vaters, ihrer großen Liebe nicht verkraftet, daß Emma die Pflege einem Heim überlassen mußte. Sie zieht sich immer mehr zurück, fährt fast täglich zu ihrer Mutter und hat nur noch eine sehr spezielle Kindheitsfreundin. Doch eines Tages verfährt sich Emma auf der Rückfahrt mit dem Rad und erreicht ein einsames Haus. Dort öffnet ihr ein hinreißendes kleines achtjähriges Mädchen namens Melina die Tür. Doch die übrigen Bewohner des Hauses sind so merkwürdig. Sie warnen Emma, bloß nicht mehr herzu kommen. Der Liebreiz des Mädchens, ihre Isolation und ihre unterschwellige Unterforderung, lassen sie wiederkommen und das Gefühl, daß etwas nicht stimmt, wird immer größer.

Dieser psychologische Spannungsroman, ist ein ganz erstaunliches Erstlingswerk, das bislang leider erst als ebook erschienen ist. Mich hat das Cover ehrlich gesagt etwas abgeschreckt, aber dieses Kinderbild als Cover ist durchausstimmig und keine Frage des Budgets. Die Geschichte von Emma und ihrer Faszination für die unheimlichen Bewohner dieses isolierten Waldhauses ist ein Buch des leisen Grauens. Während des Lesens standen mir fast permanent die Nackenhaare zu Berge. Es ist die Faszination des bevorstehenden Bösen, denn was sollte denn da sonst nicht stimmen? Und auch Kindheitsfreundin Aimi ist unbegreiflich und bizarr…. Es passiert nicht so viel und dennoch läßt einen die Geschichte nicht los, sie hält einen gefangen und geht einem nahe und nach. Man kommt aus dem Grübeln, was dort in diesem Haus wohl vor sich gehen könnte und was eigentlich mit Emmas Vater los ist. Von Anfang an, wollte ich dem Buch 5 Sterne geben, doch leider hat mich die Auflösung nicht ganz überzeugt. Ob diese Erklärung wirklich plausibel ist, darüber konnte ich mich leider nicht so ganz mit mir einigen. Da hilft nur: selber lesen, gruseln und grübeln.

Sehr überzeugte 4 von 5 Sternen.