Mittwoch, 16. März 2016

Fanny Furios - Ich bin mal schnell die Welt retten







  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.02.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 22.02.2016
  • Verlag : Dressler
  • ISBN: 9783791500010
  • Genre: Kinderbuch






Fanny lebt mit ihren Eltern in einem Mehrfamilienhaus, irgendwo in Deutschland. Sie ist ca. 10 Jahre alt. Unter ihr wohnt ihr zweitbester Freund Junho, mit seinem koreanischen Vater und dessen Mutter. Seine eigene Mutter ist leider schon nach seiner Geburt gestorben. Ihre beste Freundin Leni ist leider nach einer riesigen Erbschaft in das Villenviertel gezogen und wird nun von einem Chauffeur kutschiert, weswegen viele in der Schule über sie lästern, obwohl sie sich nicht verändert hat. Ihr bester Freund seit eh und je ist Peter, der zur Waldorfschule geht und mit seinem kleinen Bruder und seinen zwei Müttern in einer Wohnung in der Nähe wohnt, während er heimlich von Besuchen bei seinem Vater in London träumt.

Als Fanny im Fernsehen einen Bericht sieht, wie Plastikmüllberge die Meere verunreinigen und wie viel e Tiere daran elendig zugrunde gehen, beschließt sie einen Verein gegen Ungerechtigkeit und Dummheit zu gründen und als erstes Plastiktüten an ihrer Schule zu verbieten und die Schulkatze Mulli vor den fiesen älteren Schülern zu retten. Zu dumm nur, daß ausgerechnet die perfekte, ach so nette, bei allen beliebte Netti aus der Parallelklasse in den Verein eintreten will! Und ausgerechnet Fannys Freund Peter scheint nur ihretwegen dem Verein beizutreten!

Sowohl meinen beiden Töchtern 8,5 Jahre und 6,5 Jahre, als auch mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr ansprechend und bunt von außen und innen erinnert es ein wenig an eine Schulkladde, mit kleinen Zeichnungen und umgeknickten Karopapierecken.

Den Kindern gefiel, daß schon Kinder was bewegen können. Wie sie sich gegen den Widerstand des Direktors geschickt durchsetzten und dann neue Projekte in Angriff nehmen wollten, als sie mit einem Erfolg haben.

Mir gefiel, daß es um kindliche Helden mit Ecken und Kanten ging. Fanny ist aus Eifersucht richtig fies und gemein zu Netti, obwohl sie doch für Gerechtigkeit kämpfen will. Netti reagiert vorbildlich. Normalerweise, finde ich solche Kinder dann langweilig in Bücher, aber irgendwie mag ich Netti weiterhin. Auch Fanny bleibt trotz ihrer wirklich gemeinen Attacken irgendwie liebenswert, weil man merkt, wie sich nach und nach das schlechte Gewissen in ihr regt, sie aber leider nicht aus ihrer Haut kann.

Dieses Thema, des über seinen Schatten Springens, Fehler einzugestehen und Gerechtigkeit nicht nur von anderen zu fordern, fand ich wirklich mal was Neues! Dabei wurde uns kein bißchen langweilig.

Eindeutig vorbildliche 5 von 5 Sternen!