Mittwoch, 30. März 2016

Brot teilen, Kommunion feiern






  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.11.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 24.11.2014
  • Verlag : Kösel-Verlag
  • ISBN: 9783466369263
  • Fester Einband 72 Seiten
  • Genre: Kinder / Religion





Als Katechetin für die Kommunion-Gruppe meiner ältesten Tochter fand ich mich ein wenig allein gelassen, da ich die Unterlagen meiner Gemeinde recht dünn fand. Ich war sehr froh, die Gruppe gemeinsam mit einer Religionsgrundschullehrerin zu leiten. Dennoch war ich froh, als ich ergänzend dieses theologisch und didaktisch fundierte Werk fand. Diese Handreichung für die Katecheten enthält den theologischen Leitfaden des Kurses dieses Verlages, gibt Tipps und Anregungen zur Umsetzung und hält Ablaufpläne für die Gruppenstunden mit den Kindern bereit (mit Angaben zu Dauer, Material und Intention der einzelnen Abschnitte). Mit kopierfertigen weiterführenden Arbeitsblättern für den Einsatz in der Gruppenstunde. Das Werk gliedert sich in 10 verschiedene Themengebiete:

1. Bald feiern wir Kommunion
2. Kommunion feiern – was heißt das eigentlich?
3. Jeden Tag brauchen wir unser Brot
4. Die Geschichte vom flachen Brot
5. Du füllst mir reichlich den Becher
6. Brot brechen, das Lebensbrot reichen
7. Brot teilen – auf einander achten
8. Wir feiern heute ein Fest
9. Zur Vorbereitung der Eltern auf die Kommunion der Kinder
10. Heiligabendfeier nicht nur für Kinder

Mir persönlich war dieses Werk zu „brotlastig“, es fehlte mir ein Bereich, der eng mit der Kommunion verbunden ist und vielen Eltern Bauchschmerzen bereitet: die Beichte!
Es steht das Miteinander der Kinder im Vordergrund, die eben auch Spaß haben sollen bei der Vorbereitung und nicht den Eindruck eines weiteren Unterrichts bekommen sollen. Allerdings ist das didaktischer Spaß. Nicht jedes Kind im 3. Schuljahr findet theologische Kreuzworträtsel wirklich spaßig. Das Brotbackerlebnis ist schon deutlich spaßiger. Der Arbeitsplan als Werkblatt erinnert mich allerdings wieder sehr an das Sachunterrichtsarbeitsbuch meiner Tochter. Aber es sind auch nur Anregungen, von denen man sich auch nach den Interessen der Kinder „bedienen“ kann. Man kann die Anregungen nutzen, muß es aber nicht. Schon gar nicht ist es gedacht, daß streng Seite um Seite und Zeile um Zeile durchgearbeitet wird.
Auch hätte ich mehr Hinweise auf hilfreiche Bibelstellen gewünscht. Die meisten Kinder gehen  nicht mehr regelmäßig sonntags in die Kirche und sind somit nicht mehr bibelfest. Selbst wenn man selbst nicht sonderlich gläubig ist, so ist die Bibelkenntnis eine wichtige kulturelle Kenntnis in unserem christlichen Abendland und trägt viel zum Selbstverständnis und auch dem Verständnis von Kunst und Literatur bei. Mir war es ein persönliches Anliegen „meinen Kindern“ die Bibel nahe zu bringen.
Aber das ist meine persönliche Wertung. Die Handreichung war dennoch sehr gut strukturiert und hilfreich. Sie gab uns Anregungen auch durch thematisch passende Lieder und half uns noch Leerstellen in dem „Lehrplan“ unserer Pfarreiengemeinschaft auszufüllen.