Freitag, 19. Februar 2016

Der größte Schatz der Welt

Wunderschön und bezaubernd

 
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag
ISBN-13: 9783473446742
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre




Dem kleinen Affen Mono ist langweilig. Durch ein Missverständnis kommt er jedoch auf die Idee für seine Mama einen Schatz zu suchen. Voller Eifer macht sich Mono auf die Suche, aber es ist gar nicht so einfach. Jedes Tier, das er trifft hat schon einen Schatz und keiner kann ihm sagen, wo er einen für seine Mama finden kann. Als er abends wieder zu Hause ist, zeigt sich, dass auch seine Mama ihren Schatz schon gefunden hat…

Andrea Schütze erzählt uns eine herzerwärmende und bezaubernde Geschichte. Wir begleiten Mono auf seiner Suche und treffen mit ihm auf die unterschiedlichsten Tiere, wie z.B. den Spitzmaulfrosch und die Spinne. Keiner weiß, wo Mono Gold und Diamanten finden kann, aber jeder scheint seinen ganz persönlichen Schatz schon zu haben. Es gefällt mir sehr, dass für jeden etwas anderes wichtig ist und er es für das Wertvollste überhaupt hält. Denn auch wenn wir Menschen nicht so offensichtlich unterschiedlich sind wie die Tiere im Buch, so gibt es eben doch nicht nur Gemeinsamkeiten. Auch bei uns würden die größten Schätze, die wir uns vorstellen können, vermutlich völlig unterschiedlich aussehen. Mein Sohn hat gleich überlegt, was denn sein Schatz ist.
Abgesehen davon ist natürlich auch das Ende ganz zauberhaft. Der letzte Satz des Buches ist einfach wunderschön.

Die Textmenge ist recht hoch, so dass die Geschichte für kleinere Kinder etwas lang zum Zuhören sein kann. Der Verlag empfiehlt das Buch ab vier Jahren und ich denke, das passt gut.

Joëlle Tourlonias hat die Geschichte liebevoll illustriert. Ich finde es toll, dass man auch nach mehrmaligem Lesen immer wieder etwas Neues entdecken kann, wie zum Beispiel Frosch und Chamäleon bereits auf der ersten Seite. Passend zum Handlungsort ist natürlich grün die vorherrschende Farbe, aber stets gedeckt, so dass das die Tiere stets klar zu erkennen sind.

Der einzige kleine Kritikpunkt an den Illustrationen ist für mich der Ohrring der Affenmama ist. Auch wenn natürlich alle Tiere vermenschlicht sind, so fällt mir dieses Detail einfach immer wieder als Fremdkörper ins Auge. Zum Glück kann es den tollen Gesamteindruck nicht nachhaltig stören.

Zu erwähnen sind noch die unterschiedlichen Dialekte/ Akzente, die die Tiere haben, welche eine kleine Herausforderung für das Vorlesen sind, doch meinem Kleinen gefällt es natürlich sehr.

Mein Fazit: Ein schönes und kindgerecht gestaltetes Bilderbuch, das eine bezaubernde und wunderschöne Geschichte erzählt.