Montag, 1. Februar 2016

Anton und Marlene und die unwahrscheinlichen Unwahrscheinlichkeiten



So unwahrscheinlich unwahrscheinlich …. – sympathische Protagonisten, tolle Freundschaft, aber leider mit einigen Längen



Autor: Antje Herden
Preis: 12,99 €
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.08.2015
Aktuelle Ausgabe : 20.08.2015
Verlag : FISCHER KJB
ISBN: 9783737352352
Fester Einband 240 Seiten
Sprache: Deutsch 



Dieses Kinderbuch von Antje Herden haben wir gemeinsam im Mutter-Tochter-Lesegespann begonnen. Meine Tochter passte mit ihren elf Jahren auch perfekt in die Zielgruppe.

Voller Enthusiasmus starteten wir in das Buch und fanden die beiden Protagonisten, Anton und Marlene, auch auf Anhieb sympathisch. Der Junge und das Mädchen lernen sich in ihrer neuen Schule kennen, denn sie kommen gerade von der Grundschule aufs Gymnasium. Sie sind beide nicht gerade das, was man gemeinhin unter einem Klassenstar versteht. Sie sind eher Außenseiter und Mauerblümchen. Doch das ist egal, denn die beiden finden sich ja und erkennen ihre Werte und ihr Freundschaftspotential. Vor allem Anton nimmt einige unwahrscheinliche Erscheinungen und Vorkommnisse wahr, was bei diesem fantasiebegabten Kind aber nicht verwundert. Da sie beide recht klug und wissbegierig sowie mit einem starken Forschergeist ausgestattet sind, kommt ein Zukunfts-Wettbewerb wie gerufen. Trotzdem dieser zwischenzeitlich abgesagt wurde, nehmen sie daran teil und gewinnen sogar den ersten Platz.

So weit, so schön.

Sie werden mit ihren gesamten Familien zur Preisverleihung eingeladen und bereits hier wird es sehr merkwürdig, denn an der Preisverleihung im Zukunftsinstitut nehmen ansonsten nur die drei Institutsinhaber teil. Auch der Präsentkorb, der eher für Erwachsene ist, macht einen stutzig. Als die beiden Kinder sich in einen Aufzug begeben, kommen sie in eine Art Paralleluniversum, was sie aber zunächst gar nicht bemerken….
Und nun beginnt die Story so skurril, aber für unseren Geschmack leider auch langatmig zu werden, dass meine Tochter nach einiger Zeit Schwierigkeiten hatte zu folgen und keine Lust mehr hatte. Der Mittelteil zieht sich, ohne dass wirklich etwas passiert. Erst zum Ende erleben die beiden ein paar abenteuerliche Dinge, die aber für meinen Geschmack ein wenig makaber anmuten. Erst zum Ende hin gewinnt dieses Buch wieder, da nun einige Dinge aufgeklärt werden.

Würde man Anfang und Ende mit einem stark eingekürzten und nicht ganz so skurrilen Mittelteil nehmen, könnte mir das Buch glatt gefallen, denn die Charakter haben Potential. Vielleicht ist ja der Ende Februar 2016 erscheinende zweite Teil „Anton und Marlene und die tatsächlichen Tatsachen“ etwas stringenter.
Der gewählte Sprachstil war durchaus für junge Leser geeignet und man merkt auch, dass die Autorin es versteht mit Sprache umzugehen. Dies hat aber an einigen Stellen dennoch nicht geholfen, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Ich musste einige Passagen wiederholt lesen, um im Kontext des Paralleluniversums zu bleiben.

Fazit:
Die etwas andere Story mit viel Potential. Mich und meine Tochter hat sie in der aktuellen Form allerdings nicht vom Hocker gerissen, was ich aufgrund des vielversprechenden Einstiegs, dem Ansatz, dass es ein Buch für Mädchen und Jungen ist sowie der schönen Sprache und Ausd