Dienstag, 26. Januar 2016

Havelbande - Jean Wiersch


Havelbande





Erscheinungsdatum Erstausgabe :01.06.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 01.06.2015
  • Verlag : Prolibris
  • ISBN: 9783954751044
  • Buch 215 Seiten
  • Sprache: Deutsch









In Brandenburg wird 1994 die Leiche eines alten Bauern gefunden, er wurde auf eine spezielle Art im Nacken erstochen. Als sei das nicht schon Aufregung genug, wird kurze Zeit später seine Frau mit der gleichen Tötungsart aufgefunden.
Jo Barrus ermittelt in dem Fall. Da seine Frau ihn verlassen hat, ist das Revier sein neues Zuhause geworden und seine Kollegen ersetzen ihm die Familie. Zusammen mit den Kollegen macht er sich auf Spurensuche, es scheint sich um Kunstraub und Kriegverbrechen zu  handeln. Dann verschwindet die Nichte seiner Ex-Frau, die kurzzeitig bei Jo ein Zuhause gefunden hat. Jo muss die Nerven behalten und begibt sich nach Südtirol, wo ihn viele Ungereimtheiten erwarten.

Der Schreibstil des Autors hat mich als Leser sehr schnell fesseln können. Der Krimi liest sich sehr angenehm und flüssig.
Die Charaktere sind sehr bildlich und genau beschrieben, so dass sich der Leser die Figuren wunderbar vorstellen kann. Doch keiner der Charaktere ist überspitzt dargestellt, sondern so als sei es nebenan. Mit Humor wird auch nicht gespart, allerdings nicht im übertrieben Maße, sondern hier hat der Autor ein Händchen für die Dosierung gehabt.
Die Geschichte selber beginnt sehr spannend und der Spannungsbogen hält sich fast über dem ganzen Krimi, so dass man als Leser vielleicht Vermutungen hat, aber nichts Greifbares gegeben ist. 
Bemerkenswert fand ich , dass erst zum Schluss die tatsächliche Auflösung kam, die ich zwar während des Lesens mal im Hinterkopf hatte, aber verdrängte, weil wieder neue und völlig falsche Fährten gelegt wurden.

Dieser Krimi hat einfach alles, was einen guten Krimi ausmacht, Spannung, sympathische Ermittler , einen spannenden geschichtlichen Hintergrund und ein in sich stimmiges Ende.