Montag, 4. Januar 2016

Flederzeit - Riss in der Gegenwart

Tolle und fesselnde Fortsetzung





Format: Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 329 Seiten
Verlag: VA-Verlag





Der zweite Band knüpft direkt an seinen Vorgänger an und es ist empfehlenswert den ersten Teil tatsächlich gelesen zu haben, da sich Vieles direkt darauf bezieht.

Matthias hat einen Verleger für seinen Roman gefunden, allerdings besteht dieser auf eine Fortsetzung. In der Hoffnung, dass es ihm bei seiner Schreibblockade hilft, fährt Matthias wieder zu seiner Hütte und spätestens als er Fotos von Mila und Ilya sieht, muss er erkennen, dass sein Buch doch nicht nur Fiktion und Vergangenheitsbewältigung ist. Nach dem ersten Schock versucht Matthias nun einen Weg zurück in die Vergangenheit zu finden…

Parallel zu Matthias Geschichte gibt es einen weitereren Erzählstrang von Mila. Auch sie hofft, dass sie Matthias wiedersehen wird. Bis es jedoch dazu kommt, lernen wir mehr über sie und machen gemeinsam mit ihr neue Bekanntschaften. Wie schon im ersten Band, erleben wir Mila als starke und selbstbewusste Frau, die versucht allen Widrigkeiten zum Trotz ihren Weg zu gehen.

Dieser Teil der Flederzeit-Trilogie beginnt ruhiger und bringt gleich einen wesentlichen Unterschied im Erzählstil. Während der Leser sich im ersten Teil immer in der gleichen Zeit wie Matthias befindet, so wechseln wir nun in zwei Erzählsträngen hin und her; eigentlich sogar in dreien, da das Buch überraschenderweise zudem drei Jahre vor Matthias erstem Besuch in der Vergangenheit beginnt. Durch die eindeutigen Überschriften entsteht zum Glück keine Verwirrung.

Auch wenn es einige Zeit dauert, bis sich Mila und Matthias endlich wieder gegenüberstehen, so gefiel es mir sehr vor allem mehr über Mila und ihre Geschichte zu erfahren. Manche ihrer Handlungsweisen lassen sich so noch besser verstehen. Gleichfalls habe ich es als überzeugend empfunden, dass es erst einige Schwierigkeiten zu überwinden gibt, bevor es zu einem Treffen kommt.

Der Schreibstil ist ebenso wie im ersten Teil fesselnd und angenehm zu lesen. Die neuen Charaktere stehen den bereits bekannten in Nichts nach und sind ebenso facettenreich.

Mein Fazit: Insgesamt konnte mich der zweite Band genauso begeistern wie der erste und ich freue mich schon auf den Abschluss der Trilogie. Wieder eine klare Leseempfehlung.