Dienstag, 1. Dezember 2015

Diradari






  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 17.09.2015
  • Verlag : Emons Verlag
  • ISBN: 9783954516902
  • Flexibler Einband 368 Seiten 






Diridari ist der 2. Fall des Kripoteams von Martin Sauerwein und Eva Neuenreuther.

Auch wenn man Fall 1 nicht kennt, läßt er sich prima lesen und man wünscht sich, man hätte mit Band 1 angefangen, weil man in Band 2 schon einiges über die Auflösung vom 1. Fall erfährt.

Da die Kollegen des Einbruchsdezernats allesamt erkrankt sind, muß die Mordkommission in Rosenheim deren Aufgabe übernehmen und eine Einbruchsserie versuchen aufzuklären. Vielleicht bringen neue Köpfe ja auch frischen Wind in die festgefahrenen Ermittlungen. Sauerwein und Co. waren schon so unausgelastet, daß sie sogar dem merkwürdigen Verschwinden einer Freundin (Miriam Dahl) der Freundin von Sauerweins Schwester Claudia nachgingen!

Die Einbruchsserie ist jedoch ausgesprochen ungewöhnlich, finden sich dort die Fingerabdrücke des vor 1,5 Jahren bei einem Fährunglück verschollen Matthis Ammler.
Die Einbrüche scheinen immer nach demselben Muster abzulaufen, aber andere Gemeinsamkeiten scheinen nicht ersichtlich.

Plötzlich taucht an einem Tatort ein Haar von Miriam auf. Wie paßt das denn nun noch zusammen?

Neben der verwirrenden Spurenlage, kämpft Witwer Sauerwein mit den Problemen der Kindererziehung und den Konflikten einer neuen Liebe.
Ein Mitglied des Teams (Max) ist völlig neben der Spur und zum Glück ist der Chef der Spusi verständiger als der arrogante, selbstverliebte Pathologe.
Das Opfer aus dem 1. Fall Kristina, die inzwischen eine gute Freundin von Kommissarin Eva wurde, ist nun mehr genesen und hilft dem Team mit ihren nicht ganz legalen Hackerfähigekeiten ebenso weiter, wie der gleichermaßen undurchsichtige wie reiche von Hohenfels, der aus Faszination (ist es wirklich nur das) für die Kommissarin und ihre bildschöne Hackerfreundin kurzer Hand seine "Schatzkammern" öffnet.

Dieser sehr spannende Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven aufgebaut. Der der Ermittler und der verschwundenen Miriam. Der Leser versucht die losen Enden zu verbinden, die verschiedenen Fäden zu entheddern, leidet mit Miriam mit, erbebt vor Zorn über den wildgewordenen Max, und wird von dem sich immer mehr verdichtenden Grauen gefangen genommen.

Die Verknüpfung des spannenden Kriminalfalls mit dem Schicksal diverser Personen, von denen hier nicht alle genannt wurden, die aber auch in den Nebenrollen noch gut ausgearbeitet wurden, dem nicht überhand nehmenden Privatleben der Ermittler, ist absolut empfehlenswert und am Ende bleibt die Hoffnung auf ein baldiges Erscheinen von Band 3!

Achtung: Das ist eine Gast-Rezi von danielamariaursula