Dienstag, 1. Dezember 2015

Der Spion von Dunvegan Castle








  • Erscheinungsdatum: 2012
  • Verlag : KBV Verlags- & Medien
  • ISBN: 97839446419
  • Taschenbuch: 413 Seiten
  • Sprache: Deutsch





Inhaltsangabe
England 1745. Der ehrgeizige William Augustus, der Lieblingssohn des Königs, übernimmt das Oberkommando der englischen Armee; sein Freund Jan Veenstra, der deutschstämmige Sohn seines Lehrers, wird Hauslehrer beim Laird von Dunvegan auf der Insel Skye in Schottland. Aber er hat einen zusätzlichen Auftrag: Er soll als Agent der Regierung verdächtige Aktivitäten der schottischen Opposition nach London melden. Jan ist froh, den Intrigen am Hof entronnen zu sein. Er ahnt nicht, dass sein Auftrag selbst Teil einer Intrige ist. Der ehrgeizige William Augustus will seinem Bruder die Thronfolge streitig machen. Und dabei stört Jan Veenstra; er weiß zu viel über ihn. Auf Homosexualität steht die Todesstrafe, und das gilt auch für Prinzen. In Schottland scheint Jan zwar vorerst unter Kontrolle, aber noch besser wäre es, wenn er für immer verschwände. Als der Sohn des katholischen Thronanwärters, Charles Edward Stuart, mit nur sieben Getreuen an der schottischen Westküste landet, um das Vereinigte Königreich für seinen Vater zurückzuerobern, und als Jan in das Geschehen eingreift, ergibt sich eine Gelegenheit, das Problem endgültig zu lösen. William Augustus fasst einen teuflischen Plan...

Meine Meinung:
Ich hatte mich auf einen spannenden historischen Roman um den Lehrer und Spion Jan Veenstra gefreut. Das Buch war ja wahlweise als Thriller bzw. Krimi angekündigt. Leider konnte mich die Handlung kaum fesselten. Bereits von Beginn an sind mir die politischen Geplänkel sind zu verworren. Ab dem zweiten Drittel ähnelte es immer mehr einer Kriegsberichterstattung. Ich dachte, das Buch soll sich um Jans Geschichte drehen aber meines Erachtens bildet diese nur den Rahmen für den zweiten Jakobinerkrieg, damit es überhaupt irgendwie funktioniert. Durch das letzte Drittel musste ich mich dann regelrecht quälen, denn es wurde auch noch richtig brutal.
Ohne das Personenregister wäre ich verloren gewesen, die ähnlichen Namen und Titel der Protagonisten haben mich sehr verwirrt. Auch war nicht immer klar, wer gerade auf welcher Seite steht, da das immer wieder wechselte - das war sehr ermüdend.
Zudem wurden Erzählstränge begonnen, aber nicht aufgelöst (zum Beispiel die um den Pastor und Lucys Mutter). Auch kommt eine Amputationsszene vor, ist zwar technisch richtig war, aber von Jan ohne medizinische Vorkenntnisse NIE hätte so fachgerecht durchgeführt werden können, nur weil der Doktor ihm das irgendwann mal erklärt hatte.
Darüber hinaus war die Handlung in zu kleine Abschnitte eingeteilt. Oft gab es nur eine Information pro Kapitel, das hätte man sicher anders gestalten oder straffen können.

Mein Fazit:
Für mich war es weder ein Krimi noch ein Thriller sondern einfach nur ermüdend. Schade, ich hatte mir so viel mehr erhofft und wenn sich die Handlung wirklich um Jan (und Lucy) gedreht hätte, wäre es deutlich spannender gewesen. Ich kann hier leider nur 1 Stern vergeben.