Freitag, 4. Dezember 2015

Der Engel von Graz






  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.10.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 15.10.2015
  • Verlag : Emons Verlag
  • ISBN: 9783954517220
  • Flexibler Einband 224 Seiten 






Bei diesem Buch handelt es sich um den 4. Band um den gewöhnungsbedürftigen Grazer Kommissar Armin (kurz für Armenius) Trost. Den braucht vor allem seine Frau Charlotte. Durch den ständigen Umgang mit Mord und Todschlag wird ihr Mann immer gestört/verstörter. So sehr, daß er teilweise am Rande des Wahnsinns zu stehen scheint. Zur persönlichen Erdnung schläft er im Baumhaus im Garten der Familie.
Da dies für seine Frau und seine 2 jüngsten Kinder mehr ist, als sie verkraften können, wohnen sie meist bei ihren Eltern.
Doch nicht nur im Eheleben ist Armin Trost sehr eigen. Dienstanweisungen betrachtet er als für ihn nicht verbindlich. Berichte über die Fortschritte seiner Ermittlungen empfindet er auch nicht für nötig und bei Zeiten wirkt er völlig abwesend. Vor seinem inneren Auge spielen sich dann die Szenen der zu ermittelnden Fälle ab. Für sein Team nur schwer zugänglich, doch so genial, daß er über die Grenzen der Stadt bereits zu Lebzeiten eine Legende mit ziemlicher Narrenfreiheit ist.
Ein weiteres Problem, ein Mitglied des eigentlichen Teams der Mordkommission ist seit einiger Zeit spurlos verschwunden und erstmalig kann sich Trost nicht auf seinen Instinkt verlassen, er spürt nichts. Das wurmt ihn.
Doch auch die aktuellen Fälle mit bestialisch zugerichteten Leichen lassen ihn nicht los. Er verschließt sich immer mehr. Keiner scheint mehr an ihn heranzukommen, aber das scheint ihn für seine Bewunderer um so anziehender zu machen.
Im Rahmen der Ermittlungen tauchen immer mehr seltsame Verdächtige auf. Ein eitler Professor der über historisch bedeutsame Morde doziert. Ein anachronistischer Kollege aus dem Umland, der sogar seinen Namen hat ändern lassen und auch vor Stalking nicht halt macht, ein junger Journalist, der seine große Chance wittert. Und alle haben Namen, die nicht eines feinen leisen Humores entbehren, der sich bis in die kleinste Nebenfigur zieht.
Auch wenn man anfangs den Eindruck hatte, daß der Ermittler einfach nur durchgeknallt ist, fängt es im Laufe der Ermittlungen an zu menscheln, selbst wenn er weiterhin ein sehr sperriger Charakter ist.