Samstag, 26. Dezember 2015

Cross justice

Ein fesselnder und persönlicher Fall

 






Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Century
Sprache: Englisch
ISBN-13: 9781780892672







Da sein Cousin Stefan eines grauenhaften Verbrechens beschuldigt wird, reist Alex Cross zurück in seine Heimatstadt, die er seit Jahrzehnten nicht besucht hat. Während er versucht herauszufinden, ob sein Cousin schuldig ist oder nicht, stößt er auch auf Details seiner eigenen Kindheit, die er längst vergessen hatte. Nicht nur Stefans Fall wirft immer mehr Fragen auf, auch im Privaten hat Alex mit einem Mal viel zu klären und aufzuarbeiten.

Daher reist er auch nach Kalifornien, wo er Kommissar Drummond kennenlernt. Alex hilft Drummond bei der Aufklärung eines Mordfalls, dafür hilft der ihm bei seinen privaten Nachforschungen. Doch will Alex wirklich alles wissen oder sollte man die Vergangenheit besser ruhen lassen?

„Cross Justice“ ist mein erster Roman von James Patterson, aber ich bin jetzt schon sicher, dass es ganz sicher nicht mein letzter Thriller von ihm ist.
Der Schreibstil und die Geschichte haben mich direkt gefesselt und in ihren Bann gezogen. 

Es hat mir gut gefallen, wie Alex' Gefühle bei der Rückkehr in seinen Heimatort immer wieder in die Geschichte eingebunden wurden, vor allem, da ich sie gut nachempfinden konnte. Alex, aber auch die restlichen Charaktere, die wir kennenlernen, wirken sehr authentisch. Gerade die Demenz des Onkels und auch die Hilflosigkeit dem gegenüber kamen sehr gut rüber. Einfach berührend. Überhaupt finde ich es sehr gelungen, wie die unterschiedlichsten Emotionen dazu beitragen, die Atmosphäre in Alex Familie, aber auch in dem gesamten Ort, sehr authentisch wiederzugeben.

Ein weiterer Handlungsstrang spielt in Kalifornien, wo eine Serie von Morden begangen wird. Zunächst ist unklar, wie beide Handlungsstränge zusammenpassen, doch im Laufe des Buches greifen sie geschickt ineinander.

Der finale Abschnitt wird nochmal richtig spannend und ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können. Leider waren es ausgerechnet die letzten beiden Kapitel die mir nicht so sehr gefallen haben. Am Ende war es mir dann doch zu viel Friede, Freude, Eierkuchen und vor allem fehlten mir für einen Charakter die juristischen Konsequenzen. (Um nicht zu spoilern kann ich das nicht genauer benennen.) 

Abgesehen davon fand ich, dass alles schlüssig aufgeklärt wurde. Daher haben mir das Buch und auch das Ende trotzdem gut gefallen. 

Mein Fazit: „Cross Justice“ ist ein spannender und fesselnder Thriller, der mich sehr neugierig auf die vorangegangenen Bände gemacht hat.